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Körpergestaltung und Identitätsentwicklung bei männlichen Jugendlichen: Spielraum oder Zwang?

Published in:Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Creators:Rehberg, Karl-Siegbert
VerfasserIn:Beckert-Zieglschmid, Claudia
Herausgebendes Organ:Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Year of Publication: 2008
Publisher: Campus Verl. (Frankfurt am Main)
Language: German
Online Access: SSOAR
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SOLR Index

abstract_txt_mv"Der Beitrag widmet sich der Identitätsentwicklung männlicher Jugendlicher anhand deren Körpergestaltung und diskutiert sie anhand von qualitativen Interviews. Er greift einen der Schwerpunkte der Veranstaltung auf, nämlich die Herausbildung von Geschlechteridentität im Spannungsfeld von individuell gestaltbarem Spielraum und gesellschaftlichem Zwang. Die Verfasserinnen verbinden mit der Vorstellung von Zwang drei Einflussbereiche der Körpergestaltung: Die sozialen Existenzbedingungen der Familie rahmen die Bewertungen und Wahrnehmungen der Körpergestaltungsmöglichkeiten und -Ziele, indem - mit Bourdieu argumentiert - sie durch den Habitus beschränkt werden und damit zur Distinktion beitragen. Darüber hinaus rahmt die Peergruppe die Gestaltungsmöglichkeiten und normiert die Auswahlmöglichkeiten durch Sanktionspotentiale und die Zuschreibung von Status. Hinzu kommen gesellschaftlich legitimierte Leitbilder die, z.B. durch Medien vermittelt, ebenfalls Körpergestaltungsziele und Mittel vorgeben. Trotz dieser Kontexte wird die Gestaltung des Körpers vermutlich als individuell wahrgenommen, sodass man auch von Spielräumen sprechen sollte. Sie vermuten, dass Schönheit als Geschmacksfrage wahrgenommen und kommuniziert wird. Sie führen problemzentrierte Einzelinterviews mit Leipziger Jugendlichen durch und stellen ausgewählte Interviews vor. Die Erfassung der individuellen Sichtweisen und Bewältigungsstrategien berücksichtigt speziell die Komplexe a) Körpervorstellungen, b) Einfluss der sozialen Herkunft und der Peergruppe, c) Bedeutung der männlichen Identität und individuelle Gestaltungsstrategien. Sie möchten zeigen: 1. welche Körpervorstellungen die Jungen haben und an welchen gesellschaftlichen Idealen sie sich orientieren, 2. welchen Effekt das auf die Herausbildung der männlichen Identität hat und was das für Körperkonzept und Strategien der Körpergestaltung bedeutet, und 3. wie die Bedeutung des Körpers für die soziale Identität wahrgenommen wird. Sie vermuten, dass sich die Umgangsweisen und Einstellungen zum Körper zwischen den Jugendlichen verschiedener sozialer Herkunft und Bildung insofern unterscheiden, als Jungen mit geringerer Bildung stärker maskuline Ideale favorisieren. Die Gruppe der Gleichaltrigen wird der weitaus wichtigste Ort der Aushandlung und Selbstinszenierung sein und die wichtigste Rolle bei der Auseinandersetzung mit dem Problem Identität und Körper spielen, da dort mediale Vorbilder diskutiert und deren Wirkung vermittelt wird." (Autorenreferat)
accessLicense_str_mvDeposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
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Körpergestaltung und Identitätsentwicklung bei männlichen Jugendlichen: Spielraum oder Zwang?
Social problems and services
Sociology & anthropology
Soziale Probleme und Sozialdienste
Soziologie, Anthropologie
Jugendsoziologie, Soziologie der Kindheit
Sozialwesen, Sozialplanung, Sozialarbeit, Sozialpädagogik
Social Work, Social Pedagogics, Social Planning
Sociology of the Youth, Sociology of Childhood
Bundesrepublik Deutschland
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Identitätsbildung
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Jugendlicher
Körperlichkeit
Körper
Sachsen
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Familie
Identität
Mann
Einfluss
Peer Group
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Bourdieu, P.
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Federal Republic of Germany
Saxony
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social background
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Dokumentation
Theorieanwendung
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author2Büchtemann, Dorothea
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